Mit dem „Allianz Risikobarometer“ zeigt die Allianz alljährlich auf, welche Geschäftsrisiken von Unternehmen als die aktuell größten Bedrohungen eingeschätzt werden. Für diese Studie werden jedes Jahr über 3.000 Expertinnen und Experten für Risikomanagement aus fast 100 Ländern befragt. Cyber-Risiken nehmen dabei bereits zum fünften Mal in Folge die Spitzenposition ein. Das Risikobarometer 2026 weist zudem die artverwandten KI-Risiken erstmals auf Platz zwei aus.
Tatsächlich haben Cyberangriffe auch auf Einrichtungen des Heilwesens und der Wohlfahrt in den letzten Jahren stark zugenommen.
Die häufigsten Cyber-VorfälleBesonders gefährlich sind Ransomware-Attacken, bei denen Daten verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigegeben werden. Ein weiteres Risiko sind Datenschutzverletzungen, die durch unzureichend gesicherte IT-Systeme oder menschliche Fehler verursacht werden. Die Folgen sind oft gravierend: Neben finanziellen Verlusten drohen rechtliche Konsequenzen und ein Verlust des guten Rufes.
Die Digitalisierung schreitet auch im Gesundheitswesen unaufhaltsam voran. Beispielhaft sei hier nur die Einführung der elektronischen Patientenakte erwähnt. Telemedizin und digitale Kommunikationskanäle sind bereits fest etabliert. Daher sind Einrichtungen des Heilwesens und der Wohlfahrt zunehmend Zielscheiben für Cyberkriminelle, die es auf sensible Patientendaten und die IT-Infrastruktur abgesehen haben. Diese Bedrohungen können nicht nur erhebliche finanzielle Schäden verursachen, sondern auch das Vertrauen der Betreuten nachhaltig erschüttern.
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) charakterisiert die aktuelle Bedrohungslage als „besorgniserregend“ und „sich rasant entwickelnd“. Es wird von einer „immensen“ Zunahme der Angriffe berichtet, die „gravierende Folgen“ und „beträchtliche Schäden“ nach sich ziehen können.
Während einige Marktteilnehmer im Industrie-Versicherungsbereich von einem eher weichen Markt sprechen, können wir dieser Einschätzung im Gesundheitswesen nicht zustimmen. Zwar präsentiert sich das Marktumfeld aktuell kundenfreundlicher als in den Vorjahren, dennoch bleiben die technischen Anforderungen für den Abschluss einer Cyber-Versicherung mitunter beträchtlich. Vor allem die Risikoqualität bleibt der entscheidende Faktor. Zwar nimmt die Anzahl der Cyber-Versicherer zu und auch das hierbei bereitgestellte Volumen selbst steigt. Viele etablierte Anbieter bleiben jedoch vorsichtig, da die Höhe der Schadenregulierungen in dieser Sparte weiterhin bei rund 100 Prozent der Prämieneinnahmen der Versicherer liegt. Die jüngsten Entwicklungen, darunter der Marktaustritt der AXA-Versicherung und die Insolvenz des Assekuradeurs Cogitanda, bestätigen die nach wie vor hohe Volatilität des Versicherungsmarktes.
Für die Einrichtungen und Verbände des DRK haben wir ein spezielles Cyber-Versicherungsprodukt entwickelt, das nur wenige Antragsfragen beinhaltet und gleichzeitig umfassenden Schutz vor den finanziellen Folgen von Cyberangriffen, Sabotageakten von innen sowie jeglichen denkbaren Datenschutzverletzungen bietet.
Darüber hinaus unterstützen wir Sie durch Risikoanalysen, die Identifizierung von Informationssicherheitsmaßnahmen und Marktanalysen. Sprechen Sie uns gerne an!
Funk ist langjähriger DRK-Rahmenvertragspartner. DRK-Einrichtungen profitieren von umfassenden Versicherungslösungen, die alle relevanten Bereiche abdecken: Inhaltsversicherung mit All-Risk-Deckung für kaufmännisches und technisches Inventar, gezielte Absicherungen für IT-Systeme, Rechtsschutz, maßgeschneiderter Haftpflicht- und Unfallschutz, individuelle Kfz-Versicherungen und spezielle Management-Versicherungen für Leitungskräfte.
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