Digitalisierung muss kein Mammutprojekt sein

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Nahaufnahme einer Hand, die mit einem Stift auf ein Diagramm zeigt. Im Vordergrund sind transparente weiße Icons wie Briefumschlagen, Vernetzungssymbol u. a. aus dem IT-Bereich zu sehen

Wie soziale Träger mit überschaubaren Schritten spürbare Wirkung erzielen

Viele Organisationen der Sozialwirtschaft wissen, dass ihre Verwaltungsprozesse modernisiert werden müssen – und zögern dennoch. Das ist nachvollziehbar. Schlechte Erfahrungen mit früheren IT-Projekten sitzen tief, personelle Ressourcen sind knapp, und das Tagesgeschäft lässt kaum Raum für große Umbrüche. Gerade in dezentral organisierten Strukturen, wie sie etwa im DRK mit Kreisverbänden, Einrichtungen und verschiedenen Leistungsbereichen typisch sind, wirken Digitalisierungsprojekte schnell komplex und schwer kalkulierbar.

Doch Digitalisierung muss kein Großprojekt sein. Häufig genügt ein klar abgegrenzter erster Schritt, um spürbare Entlastung zu schaffen.

Verwaltung zwischen Papier, E-Mail und Excel

Viele Verantwortliche kennen diese Situation aus ihrem Alltag: Belege werden zwischen Standorten transportiert, Rechnungen per Hauspost verschickt, kopiert, sortiert und abgelegt. Dokumente liegen in Ordnern, auf Netzlaufwerken oder in E-Mail-Postfächern. Verträge werden in Excel-Listen gepflegt oder manuell überwacht.

Rechnungen „wandern“ durch Einrichtungen, hängen an einzelnen Mitarbeitenden statt an klar definierten Prozessen – und tauchen im ungünstigsten Moment nicht mehr auf: wenn eine Prüfung ansteht, wenn jemand krank ist oder wenn Skonto verfällt.

Diese Arbeitsweise verursacht reale Kosten:

  • Skontoverluste und Mahngebühren
  • zeitaufwändige Rückfragen
  • Doppelarbeit in der Verwaltung
  • hohe Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitenden

Mit steigenden Dokumentations- und Prüfpflichten wächst zudem das Risiko für Compliance-Probleme. Gleichzeitig wurden in vielen Organisationen bereits digitale Lösungen eingeführt – allerdings oft isoliert für einzelne Teilprozesse. PDFs werden per E-Mail verschickt, Freigaben telefonisch abgestimmt, Vertragsdaten parallel in Tabellen gepflegt. Der Alltag bleibt damit weiterhin analog geprägt – nur mit mehr Klicks.

Warum viele Träger beim Thema Digitalisierung zögern

  • Wenn Entscheider über Digitalisierung sprechen, fallen häufig ähnliche Einwände:
  • „Dafür haben wir aktuell keine Kapazitäten.“
  • „Unsere Prozesse sind zu speziell.“
  • „Unsere Mitarbeitenden sind mit anderen Themen ausgelastet.“
  • „Wir können uns keine Fehlinvestition leisten.“

Diese Bedenken sind berechtigt. Sozialwirtschaftliche Organisationen tragen eine besondere Verantwortung gegenüber Klientinnen und Klienten, Kostenträgern, Mitarbeitenden und Aufsichtsgremien. Investitionen müssen gut begründet sein, und Projekte dürfen den laufenden Betrieb nicht gefährden. IT-Projekte, die monatelang Ressourcen binden und am Ende kaum Entlastung bringen, sind daher für viele Einrichtungen keine Option.

Genau deshalb ist der Einstieg in die Digitalisierung entscheidend.

Ein Einstieg, der sofort Wirkung zeigt

In der Praxis hat sich ein Bereich als besonders geeigneter Einstiegspunkt erwiesen: der Rechnungseingang. Der Prozess ist klar abgegrenzt, kommt in jeder Organisation täglich vor und bietet schnelle Effekte. Bereits die Digitalisierung der Rechnungsprüfung schafft Transparenz und reduziert viele manuelle Tätigkeiten. Papierrechnungen müssen nicht mehr transportiert oder kopiert werden. Freigaben erfolgen digital und nachvollziehbar. Zuständigkeiten werden sichtbar, Bearbeitungsstände jederzeit transparent.

Auch wirtschaftlich ist der Effekt messbar: Während die Bearbeitung einer Papierrechnung häufig rund 20 Minuten in Anspruch nimmt, lässt sich dieser Aufwand mit digitalen Workflows deutlich reduzieren. Für viele Einrichtungen entsteht dadurch schnell eine spürbare Entlastung in der Buchhaltung.

Vom Einzelprozess zur Plattform

Der Rechnungseingang ist häufig der erste Schritt – aber selten der letzte.

In der Praxis zeigt sich schnell, dass Rechnungen eng mit anderen Informationen verbunden sind: mit Verträgen, Dokumenten oder projektbezogenen Unterlagen. Werden diese Informationen zentral zusammengeführt, entsteht ein deutlich klareres Bild über Verpflichtungen, Kostenstrukturen und laufende Vorgänge.

Statt vieler einzelner Tools bewährt sich deshalb eine gemeinsame Plattform für zentrale kaufmännische Prozesse.

Eine solche Plattform verbindet beispielsweise:

  • digitalen Rechnungseingang
  • strukturiertes Vertragsmanagement
  • zentrale Dokumentenverwaltung

Das reduziert Insellösungen, erleichtert Schulungen und schafft durchgängige Transparenz. Für die Geschäftsführung bedeutet das vor allem eines: bessere Steuerungsfähigkeit bei gleichzeitig geringerer operativer Belastung.

Warum überschaubare Schritte bessere Entscheidungen ermöglichen

Für Geschäftsführungen sozialer Träger ist Digitalisierung nie nur eine technische Frage. Investitionen müssen gegenüber Aufsichtsgremien nachvollziehbar sein, Risiken überschaubar bleiben und Veränderungen im laufenden Betrieb funktionieren.

Entscheidend ist daher ein Ansatz, der nicht auf ein großes Transformationsprojekt setzt, sondern auf klar abgegrenzte Schritte. Organisationen sammeln so früh praktische Erfahrungen mit digitalen Prozessen und können weitere Schritte auf einer belastbaren Grundlage entscheiden. In vielen Projekten zeigt sich dabei ein ähnliches Bild: Der Einstieg ist deutlich kleiner als befürchtet – und seine Wirkung größer als erwartet.

Digitalisierung aus der Praxis der Sozialwirtschaft

Bei artner begleiten wir seit vielen Jahren soziale Träger bei der Digitalisierung kaufmännischer Prozesse – von Rechnungen über Verträge bis zur Dokumentenverwaltung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Software, sondern die Frage, wie Verwaltungsprozesse in dezentralen Organisationen sinnvoll vereinfacht und digital unterstützt werden können. Der Ansatz: praxiserprobte Standardstrukturen als Grundlage, kombiniert mit der Möglichkeit, individuelle Anforderungen abzubilden.

Viele Einrichtungen beginnen bewusst mit einem klar abgegrenzten Bereich, häufig dem Rechnungseingang, und erweitern die Lösung anschließend Schritt für Schritt.

Der erste Schritt ist kleiner als gedacht

Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Instrument, um Verwaltungsprozesse transparenter, stabiler und effizienter zu gestalten – ohne die Organisation zu überfordern. Wer mit einem klar definierten Bereich beginnt und auf eine skalierbare Plattform setzt, schafft nachhaltige Entlastung für Verwaltung und Führung.

Oder, wie es eine Einrichtung nach der Einführung formulierte: „Wir hätten nicht gedacht, wie schnell Ruhe und Klarheit entstehen können.“ Rückblickend zeigt sich häufig: Der erste Schritt war kleiner als befürchtet – und seine Wirkung größer als erwartet.

Ein Beitrag von:
artner Solutions GmbH 

DRK-Rahmenvertrag mit artner Solutions GmbH & Co. KG

Unser DRK-Rahmenvertragspartner artner Solutions GmbH unterstützt soziale Träger bei der Digitalisierung kaufmännischer Prozesse. Die Plattform verbindet digitalen Rechnungseingang, Vertragsmanagement und Dokumentenverwaltung in einer gemeinsamen Lösung – speziell zugeschnitten auf die Anforderungen dezentral organisierter Sozialunternehmen. Für DRK-Organisationen werden Sonderkonditionen eingeräumt. Weitere Informationen und Inanspruchnahme der Konditionen sind über das DRK-Einkaufsportal abrufbar.

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