Die Sicherheit am Arbeitsplatz und im Ehrenamt hat für das Deutsche Rote Kreuz oberste Priorität. Um Arbeits- und Wegeunfälle künftig noch besser analysieren und vermeiden zu können, wurde auf Basis der Dienstleistungsdatenbank (DLDB), dem zentralen Datenfundament für Angebote im DRK, eine neue Eingabemaske entwickelt. Mit ihr lassen sich Unfälle systematisch erfassen und zu einem späteren Zeitpunkt fundiert auswerten.
„Nur wenn wir wissen, wo und warum Unfälle passieren, können wir gezielt gegensteuern“, betont Bernhard Neuhäußer, Ansprechpartner für das Projekt Arbeitsschutz beim Bundesverband des DRK. Ziel einer DRK-Unfallstatistik ist es, anhand belastbarer Daten geeignete Präventionsmaßnahmen abzuleiten und so das Risiko für Beschäftigte, Ehrenamtliche und weitere Beteiligte nachhaltig zu verringern. Beispielsweise durch die Verbesserung der Ausrüstung, Fahrsicherheitstrainings oder psychologische Unterstützung.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die Mitwirkung aller Gliederungen und Einrichtungen des DRK. Je vollständiger die Erfassung von Unfällen erfolgt, desto aussagekräftiger sind die Auswertungen. Die Daten werden ausschließlich anonymisiert und unter Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben verarbeitet.
Hintergrund der Unfallstatistik ist auch der Unfallversicherungsschutz durch die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB), der für Gliederungen des DRK in der Regel kostenfrei ist. „Im Gegenzug besteht ein berechtigtes Interesse daran zu wissen, für welche Tätigkeiten und in welchem Umfang dieser Schutz genutzt wird“, so Neuhäußer. Da die UVB selbst keine Unfallstatistik mehr zur Verfügung stellen kann, übernimmt das DRK diese Aufgabe eigenständig.
Eine einheitliche Unfallstatistik schafft Transparenz und Vergleichbarkeit, erfüllt gesetzliche Meldepflichten und bildet die Grundlage für mehr Prävention, mehr Sicherheit und eine langfristige Absicherung des Versicherungsschutzes – zum Schutz aller, die sich im und für das DRK engagieren. Weiterführende Informationen unter www.drk-arbeitsschutz.de.
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