Effizienz statt Bürokratie: Abrechnung im Rettungsdienst modernisieren

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Die Abrechnung im Rettungsdienst ist ein komplexer und häufig unterschätzter Prozess. Sie beginnt mit der Leistungserbringung und endet erst mit der vollständigen Abrechnung gegenüber Kostenträgern oder Patientinnen und Patienten. Dabei stehen viele Rettungsdienste vor der immer gleichen Herausforderung: einer Bürokratie, die wertvolle Zeit und personelle Ressourcen bindet.

Ein Rettungssanitäter sitzt auf der Stufe eines Rettungswagens und schaut einen anderen Sanitäter an, der vor ihm steht
Thorsten von der Fecht ist Experte für Abrechnungslösungen bei der opta data Gruppe. Durch seine eigene langjährige Tätigkeit im Rettungsdienst weiß er, wie Personal und Verwaltung im Einsatz entlastet werden können

Während das Einsatzgeschehen zunehmend durch hohe Fallzahlen und Fachkräftemangel geprägt wird, steigt gleichzeitig die administrative Last. Dabei erfordert allein die Dokumentation der Leistungen seitens des Einsatzpersonals, welche die Basis für die korrekte Abrechnung für die Verwaltung bildet, besondere Fachkenntnisse, die weit über die medizinische Qualifikation hinausgehen – eine zusätzliche Belastung für Einsatz- und Verwaltungspersonal gleichermaßen.

Mobile Dokumentation: Fortschritt mit Einschränkungen

Die Einführung mobiler Datenerfassungssysteme während des Einsatzes stellt einen wichtigen Schritt im Bürokratieabbau dar. Sie ermöglichen eine zügigere Verarbeitung der Patientendaten und tragen zur Fehlervermeidung bei der Dateneingabe und späteren Abrechnung bei. In der Praxis kommt es dennoch häufig zu Medienbrüchen – etwa, wenn parallel weiterhin Transportscheine in Papierform verwendet werden müssen. Deren Daten werden anschließend manuell erfasst, geprüft und digital archiviert, was den Zeit- und Arbeitsaufwand wieder erhöht.

Schnittstelle zwischen Einsatz und Verwaltung

Nach Abschluss eines Einsatzes gelangen die Daten in die Verwaltung der Rettungsdienststelle, die die Einsatzdaten auf Vollständigkeit und Plausibilität prüft: die Ergänzung fehlender Angaben, Nachforderung von Unterlagen oder die Berichtigung formaler Fehler stellen dabei keine Ausnahme dar. Erst, wenn alle Daten korrekt gepflegt sind, kann die Abrechnung erstellt und an die Kostenträger übermittelt werden – ein Prozess, der in vielen Einrichtungen noch manuell oder teilautomatisiert erfolgt.

Absetzungen: Zeitfresser im Abrechnungsprozess

Die tatsächliche Belastung endet nicht mit dem Versand der Abrechnungsunterlagen. Trotz sorgfältiger Abrechnungsvorbereitung erhalten Rettungsdienste häufig Rückläufer von den Krankenkassen. Hauptursache dafür ist in der Regel die Ermittlung des richtigen Kostenträgers. Diese Nachfragen erfordern zusätzliche Recherchen und Abstimmungen, was zu erheblichen Verzögerungen bei der Fakturierung führen kann.

Zukunft der Abrechnung: Entlastung durch Digitalisierung

Die beschriebenen Herausforderungen zeigen, dass eine effiziente, rechtssichere Abrechnung im Rettungsdienst weit mehr ist als reine Verwaltungsarbeit. Sie erfordert durchdachte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und zunehmend auch digitale Lösungen, die sowohl die Einsatz- als auch Verwaltungsteams unterstützen. Ziel muss es sein, zeitaufwendige Routinen zu automatisieren, Rückläufer zu minimieren und das Fachpersonal von bürokratischen Aufgaben zu entlasten, damit sich die Teams des Rettungsdienstes wieder stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: die bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten.

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Als Partner für moderne Abrechnungsprozesse unterstützt die opta data Gruppe Rettungsdienste mit digitalen Lösungen und Services rund um die Abrechnung – von der Datenverarbeitung bis zur Rückläuferbearbeitung. Dank des Rahmenvertrags mit der DRK Service GmbH profitieren DRK-Verbände von exklusiven Sonderkonditionen.

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© Marlene Wetterich / opta data Gruppe